Nachfolgekandidat BVV
Listenplatz 19 (Prenzl.Berg)

Carsten Schatz


geboren 1970 in Altenburg/Thüringen

bis 1988 Schulbesuch, Abitur
Abbruch des Studiums an der Offiziershochschule der Landstreitkräfte 1990, danach Jobs,
Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe, seit 1998 als Wahlkreismitarbeiter bei Petra Pau, MdB
Kandidierte 1999 erstmals für die BVV
 

 
Am 10. Januar 1970 wurde ich in Altenburg/Thüringen geboren. Seit 1971 lebt meine Familie in Berlin. Ich bin also ein echter Rucksackberliner. Zur Schule ging ich in einem Platten-Quartier aus den 70-er Jahren in Lichtenberg, habe aber damals schon als Kind den Volkspark Prenzlauer Berg (wir sagten Oderbruchkippe) geschätzt, wo ich immer wieder versuchte, selbstgebaute oder gekaufte Drachen steigen zu lassen.
Seit 1984 ging ich im Prenzlauer Berg zur Schule (EOS "Heinrich Schliemann"), hier habe ich 1988 Abitur gemacht. Das Schliemann-Gymnasium befindet sich heute bei mir um die Ecke, seit 1996 wohne ich in der Wichertstraße, hin und wieder treffe ich Lehrerinnen oder Lehrer von damals.
Nach dem Abbruch meines Studiums an der Offiziershochschule der Landstreitkräfte 1990, ließ ich mich in der Raumerstraße nieder, wo ich bis 1996 wohnte. Der Helmholtzplatz-Kiez und seine soziale Entwicklung liegen mir deshalb besonders am Herzen. Nach mehreren Jobs, Arbeitslosigkeit und Sozialhilfe (ich kenne den schweren Gang zum Sozi aus eigener Erfahrung), arbeite ich seit 1998 als Wahlkreismitarbeiter bei Petra Pau, MdB. Im Fernstudium mache ich z.Zt. meinen Magister, mit Hauptfach Geschichte. Seit Dezember 1991 bin ich Mitglied der PDS.
Als ich im Winter 1990 meine Wohnung in der Raumer besetzte, war die Raumer eine ruhige Straße in einem verschlafenen Kiez. Parkplätze gab es zur genüge und in 5 Minuten konnte man mindestens 3 Bäcker zu Fuß erreichen. All dies hat sich dramatisch verändert. In dem Haus in dem ich bis 96 wohnte, zog die letzte Familie mit Kindern noch vor mir aus. Studentinnen und Studenten, vor allem aus den alten Bundesländern fanden eine Bleibe für die Zeit ihrer Ausbildung. Läden verschwanden und eine Kneipe nach der anderen warb um Kundschaft. Heute gibt es in der Raumer, auf dem kurzen Stück zwischen Prenzlauer und Duncker, allein 7 Kneipen. Mit den alten BewohnerInnen verschwanden die sozialen Netze, die sich gespannt hatten, neue sind sehr labil und oft von kurzer Dauer.
Die Sanierung der Häuser, bringt neue Leute in den Kiez, denen oft Verständnis und Wissen der örtlichen Zusammenhänge fehlt. Doch ein Kiez, das ist wohl eine Binsenweisjheit, ist mehr als schöne Häuser, er lebt vor allem durch das Engagement der Menschen, die in ihm leben. Der< Helmholtzplatz ist ein Gebiet mit vielen Potentialen, sie müssen genutzt werden! Alles nur über Statistiken von Haushaltseinkommen usw. zu erklären ist müßig. Quartiersmanagement a la Strieder kann nur ein Anfang sein.
In meiner ehrenamtlichen Arbeit, vor allem im Aids-Bereich, habe ich ein Brecht Zitat immer wieder bestätigt gefunden: "Besser als gerührt sein, ist sich rühren!".
Deshalb habe ich mich entschlossen, auf der Liste der PDS für die Bezirksverordnetenversammlung Prenzlauer Berg zu kandidieren.
Ich bin momentan Mitglied und engagiert bei:
- PRO ASYL e.V.,
- (noch) pluspunkt berlin e.V.,
- Positiv e.V.,
- einer Internationalen AG zur Legalisierung des medizinischen Gebrauchs von Cannabis,
- dem Europäischen Netzwerk der Menschen mit HIV/Aids, dessen Menschenrechts-AG ich koordiniere,
- der Bundes-AG two in one, Lesben-, Schwulen- und Transenpolitik bei der PDS, deren Berliner Sprecher ich bin.