1951 in Rostock geboren, ab 1970 in Berlin. 2 Kinder. Beruf: Landvermesser. Seit Anfang 80er in der Bürgerinitiative Hirschhof tätig, 1987 im Wohngebiet zum WBA-Vorsitzenden gewählt, ab 1989 für das Neue Forum die Geschäfte vom BasisDruckVerlag geführt. 1991 Neugründung des W.B.A. als Initiative »Wir Bleiben Alle« zum Schutz gegen Mieterverdrängung. Als Parteiloser für die PDS 1995 und 1999 direkt in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Dort baupolitischer Sprecher der Fraktion und Mitglied im Untersuchungsausschuß Bankgesellschaft. Im Wahlkreis aktiv in der Betroffenenvertretung Teutoburger Platz und im Sanierungsbeirat, im Genossenschaftsbeirat Bremer Höhe und im Vorstand der Genossenschaft Stadtbad.
Mit ihm hielt der Genossenschaftsgedanke Einzug
Wir trauern um Bernd Holtfreter. Der bau- und wohnungspolitische Sprecher der Fraktion starb am Sonntag nach schwerer Krankheit.
Bernd Holtfreter zählte zu den aktivsten Verfechtern bürgerschaftlichen Engagements in der Stadt. Mit ihm hielt der Genossenschaftsgedanke Einzug in die Fraktion der PDS. Seine Aktivitäten galten zuallererst dem Interesse seiner Wählerinnen und Wähler. Credo seiner Politik war ein »Berlin für alle«. Mit Bernd Holtfreter untrennbar verbunden sind die Initiative für das Stadtbad Oderberger Straße oder der Schutz von Mieterinteressen, zuletzt im Zuge des Ausstiegs aus der Wohnungsbauförderung.
Bernd Holtfreter war seit 1995 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin.
Seine Initiative lebt in der Stadt weiter.
Stefan Liebich
Vorsitzender der PDS-Fraktion im Abgeordnetenhaus von Berlin
Berlin, 5. Mai 2003