Januar 2005

Ein Jahresrückblick

Die ersten Wochen des Neuen Jahres sind vorbei, die ersten guten Vorsätze sind vergessen oder vielleicht sogar in die Tat umgesetzt!? Wie dem auch sei – das Jahr 2005 hat uns alle fest im Griff. Wir haben eigentlich keine Zeit mehr für einen Rückblick und doch will ich es an dieser Stelle noch mal wagen.

Für mich persönlich war vor allem die Zeit ab Juli 2004 eine sehr angespannte und arbeitsintensive Zeit in meiner beruflichen Tätigkeit. Was leider zur Folge hatte, dass ich »meine Seite« im vergangenen Jahr sehr vernachlässigt habe. Aber ich glaube, entscheidender ist, dass wir im Ausschuss Gleichstellung/Migration wichtige Themen angepackt und auf den Weg gebracht haben.

Der Ausschuss Gleichstellung/Migration hat sich im vorigen Jahr mehrfach mit der Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes beschäftigt, dass vom Berliner Abgeordnetenhaus im Februar 2003 verabschiedet wurde. Mitte des Jahres hat die BVV Pankow von Berlin den bezirklichen Aktionsplan gegen häusliche Gewalt verabschiedet. Ein Schwerpunkt der Umsetzung war die Beteiligung an der berlinweiten Aktion »Gewalt kommt mir nicht in die Tüte«, die sich über 6 Monate erstreckt. Im Rahmen dieser Aktion wurden beispielsweise am 25.11.2004, dem Internationalen Tag »Nein zu Gewalt an Frauen« 1 Mio. Bäckertüten mit dem Anti-Gewalt-Slogan und den Logos der unterstützenden Unternehmen in ganz Berlin vertrieben.

Im Jahr 2004 wurde auf Initiative des Frauenbeirates in Pankow zum ersten Mal der Ehrenpreis »Familienfreundlicher Betrieb Pankows« verliehen. Ausgezeichnet wurde die Eulen Apotheke in der Pankower Florastraße. Der Ehrenpreis wird, Dank der finanziellen Unterstützung der Caritas-Klinik Pankow »maria heimsuchung«, auch in diesem Jahr ausgelobt, die Preisverleihung erfolgt am 14.04.05 im Rathaus Pankow.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt war die Umsetzung des Lokalen Aktionsplanes Pankow »Für Demokratie und Toleranz – Gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus«. Unser Augenmerk lag vor allem im Bereich der Interkulturellen Öffnung der Verwaltung. In gemeinsamen Tagungen mit anderen Fachausschüssen, wie dem Jugendhilfeausschuss und dem Ausschuss für Eingaben, Geschäftsordnung und Bürgerbeteiligung worden eine Reihe von Vorschlägen zur Umsetzung unterbreitet. Im Ergebnis dessen entstand zum Beispiel ein Wegweiser für Migrantinnen und Migranten in Pankow. Dieses Thema bleibt auch im Jahr 2005 ein Arbeitsschwerpunkt. U.a. geht es darum, einen Vorschlag zu erarbeiten, wie in Pankow Bürgerinnen und Bürger geehrt werden, die im Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus Zivilcourage beweisen.

Nicht unerwähnt möchte ich das Bemühen des Ausschusses Gleichstellung/Migration hinsichtlich der Umsetzung der Beschlüsse der BVV zum Gender Mainstreaming lassen. Der Ausschuss befasste sich regelmäßigen mit den Vorlagen zur Kenntnisnahme des Bezirksamtes Pankow von Berlin für die BVV. Hervorheben möchte ich an dieser Stelle, dass der Rat der Bürgermeister im September 2004 einen Beschluss gefasst hat, der die Bezirke verpflichtet, erstmals bei der Hauhaltsplanung 2006 im Rahmen der Erprobung von Gender Budgeting 6 Produkte auszuwählen.

 
Es gäbe noch vieles zu berichten und auf Wichtiges hinzuweisen, beispielsweise auf den Wegweiser »Für Frauen in Pankow«. Aber ich komme lieber noch mal auf die guten Vorsätze zum Jahreswechsel zurück. Ich hatte nur einen Vorsatz, nämlich meine Seite wieder regelmäßig mit Informationen aus der Arbeit der BVV, dem Fachausschuss und der Fraktion zu füllen.

Das ist jetzt versprochen!

Tina Pfaff